Der berühmte orthodoxer Prister Paul Adelgeim in seinem Haus in Pskow getötet (Nordwesten Russlands)

Das sensationelle Mord wurde am vergangenen Abend (05.08.2013) in der Stadt Pskow begangen. In seinem eigenen Haus wurde gut bekannter orthodoxer Priester Paul Adelgeim getötet. Er kannte den Killer, der ihn ein paar Tage vorher aufgesucht und um Hilfe gebeten hat. Dann packte er das Messer aus und stich zu. Augenzeugen sagen, bei der Inhaftierung schrie der Verdächtige, der Satan hat ihm das befohlen dieses Verbrechen zu begehen.

Der Name des Paul Adelgeims, 75, ein Deutscher, war weit ausserhalb der Region Pskow bekannt. Zu ihm kamen die Leute aus dem ganzen Land. So war niemand überrascht, dass ein junger Mann mit offensichtlichen Merkwürdigkeiten im Verhalten beim orthodoxen Priester in seinem Haus vor drei Tagen erschien. Der Hilfe wegen, haben die Nachbarn des Priesters beschlossen. Doch das rettende Gespräch an diesem Abend zwischen ihm und seinem Gast endete in einer Tragödie.

Gegen acht Uhr abends wurde der Körper des 75-jährigen in seinem Haus mit einem Messerstich aufgefunden. Der Verdächtige wurde  wegen des vorsätzlichen Mordes inzwischen festgenommen.

Das ganze Leben von Paul Adelgeim verlief gleichzeitig in Demut und im Kampf. Er ist im Jahr 1938 geboren, seine Familie wurde  deportiert. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte er in einem Waisenhaus. Aus der Theologischen Akademie wurde der damals junger Mann wegen dem Punkt 5 im Pass (Nationalität) ausgewiesen. Aber später hatte es ihm trotzdem gelungen sein Studium zu beenden.

Im Jahre 1969 wurde Paul Adelgeim verhaftet und auf 190. Artikel basierend wegen angeblicher Verleumdung des sowjetischen Regimes verurteilt. In dem Lager verlor er ein Bein. Aber nach seiner Freilassung, auch wenn ein Invalide, begann er wieder zu dienen und eröffnete Heime für die Waisenkinder. Schon im Jahre 2003 entkam Paul Adelgeim einem versuchten Anschlag, wo er mit seinem Auto  einen Unfall hatte. Nach Meinung der Experten damals, wurde die Lenkung seines Autos absichtlich manipuliert.

Siehe das ursprüngliche von mir auszugsweise übersetztes Material auf  http://www.1tv.ru/news/social/239055

PS.  Die Großeltern und die Eltern meines Mannes wurden als Deutsche damals auch nach Kasachstan deportiert. Der Opa wurde ebenso aufgrund des Artikels 190 verhaftet. Er kam nie wieder aus dem Lager zurück. Als Grund seines Ablebens steht in der Sterbeurkunde (die Kopie haben wir) Dystrophie und Kolitis.

Ruhe in Frieden. RML.

Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 6. August 2013, in Christen, Interessantes, Kirche, Konflikt, Kriminalität, Menschen, Religion, Russland. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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