Kreml hat keine Illusionen über die Freundschaft mit Europa und den USA (Atlantico.fr)

15cd3ff0a17bDer Begriff „Kalter Krieg“ erscheint in den Medien jedes Mal, wenn sich die Beziehungen zwischen Moskau und Washington verschlechtern. Der Grund: Eine banale Mangel an Phantasie von Journalisten, die sich die Titeln ausdenken, sagte Philip Mego, der Mitarbeiter des Institutes für Internationale und Strategische Studien, in einem Interview mit Atlantico.fr.

Nach Megos Meinung, sind diejenigen, die Kontroversen zwischen Putin und Obama mit dem Kalten Krieg vergleichen, berücksichtigen die geopolitische Faktoren nicht. Erstens, die Kräfteverhältnisse zwischen Russland und den Vereinigten Staaten sind „viel weniger ausgewogen als früher.“ Russische Verteidigungshaushalt  beträgt nur $ 72 Mrd jährlich, die in keinem Vergleich zu den 600 Milliarden $ jährlich der Amerikaner stehen. Darüber hinaus, nach dem Eintritt der baltischen Staaten in die NATO Bündnis, ist die Ostgrenze nur eine Autostunde von St. Petersburg entfehrnt, betont der Experte.

Auch wenn der Kreml in gewissem Maße eine Gegenkraft zu dem Weißen Haus auf der Weltbühne bildet, ist diese Gegenüberstehung  nicht mehr etwas „Außergewöhnliches“, sagte Mego. Zum Teil hatte Mitt Romney Recht, als er Russland „ein geopolitisches Feind  Nummer eins der USA“ nannte, denn Moskau begann an Macht und Einfluss zu gewinnen. Aber die Entstehung von einer neuen Großmacht China macht alle möglichen unsinnigen Analogien zu der einmaligen bipolaren Welt unsinnig .

Obamas Aussage, dass die Russen manchmal „in das Denken des Kalten Krieges abgleiten“ kommentierend, sagte Mego, dass solche Rhetorik des amerikanischen Präsidenten fehl am Platz ist. Obama, meinte er, ist bei Weitem keine „Taube“ und seine Verwaltung pflegt keine pazifistische Absichten, auch in Bezug auf Moskau. „Die Vereinigten Staaten werden systematisch versuchen, die Verstärkung eines Landes, welches sie herausfordert, zu verhindern, sei es das China oder Russland,“ sagte der Experte.

Mego erinnert daran, dass der Kalter Krieg auf Initiative Russlands beendet wurde, indem das Land eine Annäherung an die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten zu suchen begann. Aber anstatt Russland als gleichberechtigter Partner zu akzeptieren, hat es der Westen  wie ein erobertes Land behandelt und stets versucht die Wiederbelebung des Landes zu verhindern. Seitdem, meinte der Experte abschließend, hat der Kreml keine Illusionen über die Freundschaft mit Europa und Amerika.

Für Sie vom Original wortgetreu übersetzt:  http://inotv.rt.com/2013-08-19/Atlanticofr-U-Kremlya-net-illyuzij

PS. Wo der Experte recht hat, hat er recht: Russland hat viel weniger Militärausgaben. Das Land führt aber auch keine Kriege. Und vor jemandem zittern wird es erstmal schon gar nicht.

Übersetzter Text © Copyright by Russian Moscow Lady

RML.

Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 20. August 2013 in Amerika, Europa, Konflikt, Krieg, Medien, Politik, Russland, USA, Welt, Westen und mit , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. MICK (Selbsterhalter)

    Ein starkes Rußland ist dem Westen ein Greuel.Kann ich schon verstehen.Der Westen kann keine potenziellen Widersacher gebrauchen.Auf dem Weg zur NWO wäre Rußland ein großes Hindernis.Von der Signalwirkung auf andere Länder mal ganz abgesehen.

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