Interview von Wladimir Putin mit Associated Press und dem russischen 1ten Fernsehkanal.

Vorab: Wenn es in manchen Massenmedien berichtet wird, der Putin sei bei diesem Interview auf die für ihn übliche Macho-Rhetorik verzichtet hatte, dann ist sein Verhalten den beiden Journalisten gegenüber sehr leicht erklärbar, man braucht dafür auch kein zusätzliches Psychologiestudium um sich dabei nicht wundern zu müssen.

Es hatte einfach mit beiden Journalisten was zu tun, die sich dem Putin gegenüber keinerlei überheblich, arrogant und angriffslustig benommen haben. Besonderes der älterer Journalist und Chefredakteur von Associated Press wurde mir sofort sehr sympatisch  🙂 Absolut professionelle Arbeit – da können sich der Schönenborn & Friends eine dicke Scheibe davon abschneiden!

Und nun zum Interview, von dem ich jetzt für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten ganz gerne übersetzen werde ( Hilfee!!  😀   😉  ) Ihr könnt meine Artikeln mit dem Verweis auf meine Seite gerne verlinken.

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Интервью В.Путина "Первому каналу" и агентству "Ассошиэйтед Пресс"

Chefredakteur, Associated Press“, John Danishevsky: Wie wird die russische Position sein, wenn es klare Beweise dafür gibt’s, dass der chemische Angriff die syrischen Regierungstruppen inszeniert haben? Genehmigen Sie unsere militärische Operation?

Wladimir Putin : Ich schließe es nicht aus. Aber ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf eine absolut prinzipielle Tatsache lenken. In Übereinstimmung mit dem anwendbaren Völkerrecht kann nur der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Sanktion über den Einsatz von Waffen gegen einen souveränen Staat erteilen. Alle anderen Ursachen und Methoden, die die Anwendung von Gewalt gegen einen unabhängigen und souveränen Staat rechtfertigen würden , sind nicht hinnehmbar und können nur als Aggression qualifiziert werden. Wenn wir objektive, genaue Daten darüber haben werden, wer das Verbrechen begangen hat, dann wird eine Reaktion folgen. Jetzt im Voraus annehmen und sagen , ja, wir werden dies oder jenes tun, wäre absolut falsch, in der Politik tut man sowas nicht. Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir eine prinzipielle Haltung einnehmen werden. Ich möchte sagen, dass das Prinzip dieser Position beruht sich darin, dass der Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen Menschen ein Verbrechen ist . Aber es kommt eine andere Frage . Wenn festgestellt wird, dass es die Militanten waren, die Massenvernichtungswaffen verwendet haben , was werden dann die Vereinigten Staaten mit ihnen tun ? Was werden diese Sponsoren mit den Militanten tun ? Stoppen sie die Lieferung von Waffen ? Beginnen sie einen Kampf gegen die ?

John Danishevsky: Wie John Kerry gesagt hat, jeder versteht, warum diese Verbrechen begangen werden. Und wir alle müssen die Verantwortung vor der Geschichte nehmen. Russland, genauso wie die Vereinigten Staaten, könnte in diesen Prozess einbezogen werden. Befürchten Sie denn nicht, dass Ihre Position als Unterstützung für das Regime, die ein Verbrechen gegen das Volk begeht, angesehen werden kann?

Wladimir Putin : Wir verteidigen diese Regierung nicht. Wir verteidigen absolut andere Dinge : Wir schützen die Normen und Grundsätze des Völkerrechts, schützen eine moderne Weltordnung, wir schützen auch die Möglichkeit der Anwendung von Gewalt nur im Rahmen des aktuellen internationalen Ordnung, des internationalen Rechtes und internationalen Regeln. Das ist es, was wir verteidigen, das ist ein absoluter Wert. Wenn Probleme mit dem Einsatz von Gewalt außerhalb der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrats gelöst werden, dann gibt es die Befürchtung, dass dann solche nicht- rechtliche Lösungen von Jedermann angewendet werden können und zwar unter jedem ​​Vorwand . Gerade jetzt haben Sie gesagt, dass Herr Kerry annimmt, dass Assads Armee chemische Waffen verwendet hat, aber auch schon ein weiterer Staatssekretär in der Verwaltung von Mr. Bush jr. wollte die internationale Gemeinschaft damals davon überzeugen, dass der Irak chemische Waffen hat, und man zeigte uns sogar irgendwelches Röhrchen mit weißem Pulver. All dies erwies sich als unhaltbarer Argument, aber dennoch wurde mit diesem Argument eine militärische Aktion durchgeführt, die viele in den USA heute als falsch bezeichnen. Haben wir das etwa schon vergessen? Gehen wir etwa von der Annahme aus, dass man die neuen Fehler einfach so in Ruhe vermeiden werden kann? Ich versichere Ihnen , dass dies nicht der Fall ist. Alle erinnern sich daran und bei der  Entscheidungen berücksichtigen.

Direktor des Informationsprogramms des 1ten russischen Fernsehkanals Kirill Kleimenow: Wladimir Wladimirowitsch, welchen Platz, Ihrer Meinung nach, werden die syrischen Themen auf der Tagesordnung des G20 – Gipfels einnehmen? Wir treffen uns ja mit Ihnen in Erwartung dieses großen Treffens in St. Petersburg.

Wladimir Putin: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass die Inhalte des G-20 Treffens schon längst formuliert sind, und wir haben diese Inhalte mit allen unseren Partnern besprochen. Wir nehmen uns nicht das Recht bei diesen Vereinbarungen zu verstoßen. G20 ist in erster Linie der Diskussion über wirtschaftliche Ordnung und wirtschaftliche Probleme in der Welt, Probleme des Wachstums, Arbeitslosigkeit, Korruption, Steuerverbrechen und Verwaltung gewidmet. Aber natürlich, wenn man bedenkt, dass die Situation um Syrien akut und konfliktreich ist, und wir nicht in der Lage sind, auf allen Positionen zu diesem sehr wichtigen Thema einander  zuzustimmen, kann man sich das zunutze machen, dass sich die Staats-und Regierungschefs der 20 führenden Volkswirtschaften der Welt in St. Petersburg versammeln und über dieses Thema selbstverständlich einige Zeit diskutieren. Aber wir werden es keinem aufzwingen, wir können nur anbieten über den Rahmen der geplanten Gespräche hinaus zu gehen um einige Zeit über das syrisches Problem zu reden.

John Danishevsky: Ich hätte gerne Ihnen eine Frage zu Präsident Obamas Besuch gestellt. In der Tat, heute mussten wir über Ihren Treffen mit ihm diskutieren. Sind Sie mit der Absage seines Besuchs enttäuscht?

Wladimir Putin: Ja, natürlich . Ich wünschte mir, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Moskau besuchen konnte, das wir dann die Gelegenheit hätten miteinander zu reden und über die angehäufte Probleme sprechen konnten. Aber ich sehe hier keine besondere Katastrophe. Tatsache ist, dass die Kontakte zwischen unseren Institutionen und zwischen den Ministern und ,übrigens, zwischen den Ministern verschiedener Bereichen, nicht aufhören. Wir verstehen, dass manche Positionen Russlands zu einigen Fragen bei der amerikanischen Regierung eine gewisse Reiz erzeugt. Aber da können wir dagegen nichts tun. Ich denke, das wäre wirklich gut sich nicht zu ärgern, sondern uns gegenseitig in Geduld üben und nach Lösungen suchen. Ich rechne damit, dass es möglich sein wird am Rande des G20 Gipfels in St. Petersburg mit meinem amerikanischen Amtskollegen zu sprechen. Alle unsere bisherigen Treffen waren sehr konstruktiv. Präsident Obama ist ein sehr interessanter Gesprächspartner und eine konkrete und sachliche Person. Ich bin mir sicher, auch wenn das G20-Treffen wärend der Arbeit am Rande des Gipfels stattfindet, wäre es an sich schon sehr sinnvoll. Aber auf jeden Fall haben wir eine Menge an Fragen, mit denen wir uns beschäftigt haben, von deren Lösung wir interessiert sind.

Kirill Kleimenow: Also, wenn Sie diese Beziehung definieren würden; das hieß ja vorerst, Neustart, ist es jetzt Frost,lte, oder ist es nur?..

Wladimir Putin: Nein, es ist nur Routinearbeit. Eigene Interessen vertreten, eigene Prinzipien für die Lösung von internationalen und bilateralen Fragen. Das ist eine schwierige, intensive Zusammenarbeit. Ja, es ist nicht mit den Blumen gekrönt, es ist eine harte Arbeit und sie ist manchmal sehr schwierig. Hier gibt es nichts Besonderes. Aber Präsident Obama ist nicht dafür vom amerikanischen Volk gewählt worden um Russland zu gefallen und meine Wenigkeit wurde vom russischen Volk nicht deshalb gewählt um für jemandem angenehm zu sein. Wir arbeiten, diskutieren über Etwas, wir sind Menschen. Manchmal ist einer verärgert, aber die globalen gegenseitigen  Interessen, glaube ich, sind immer noch eine gute Grundlage für gemeinsame Lösungen.

John Danishevsky: Da wir über rechtliche Fragen sprechen, die Sache von Edward Snowden hat Groll und Frustration in den Vereinigten Staaten verursacht. Sie als ehemaliger Mann der speziellen Dienste, wie hätten Sie auf das Verhalten von Menschen wie Snowden, der geheime Informationen zugespielt hatte, reagiert?

Wladimir Putin: Wenn es wirklich die geheimen Informationen wären und wenn eine solche Person uns einen enormen Schaden verursacht hätte, dann natürlich, ich würde versuchen sicherzustellen, dass er in vollem Umfang im Rahmen des russischen Rechts zu Rechenschaft gezogen wäre.

John Danishevsky: Und in dieser Hinsicht , meinen Sie nicht , dass die US-Regierung recht hat, wenn sie um seine Auslieferung bietet?

Wladimir Putin: Es ist möglich, ja. Sehen Sie, das Problem liegt komplett woanders. Diese zeichnet sich dadurch, dass wir nicht wissen, ob die US-Administration richtig oder falsch liegt. Und das Problem liegt nicht darin, dass wir Snowden verteidigen. Wir verteidigen ihn nicht. Das Problem ist, dass wir mit den Vereinigten Staaten keinen Abkommen über die gegenseitige Auslieferung von Verbrechern verfügen. Wir haben den Vereinigten Staaten immer wieder angeboten, um ein solches Abkommen abzuschließen und bekamen stets eine Absage. In der Welt gibt es bestimmte Regeln und Verfahren, nach denen der Täter kann und muss der anderen Seite ausgeliefert werden, wenn es eine Vereinbarung gibt, in der viele Dinge definiert und bestimmte Garantien gegeben werden. Aber die Vereinigten Staaten weigerten sich, eine solche Vereinbarung zu unterschreiben. Unsere Kriminellen, die keine Geheimnisse preisgegeben haben, sondern solche, deren Hände bis zum Ellbogen mit dem Blut von Menschen, die getötet wurden, befleckt sind, die den Menschenhandel betrieben haben, und unsere amerikanischen Kollegen wissen darüber und uns diese nicht ausliefern. Wir können es nicht abschätzen, ob Snowden ein Verbrechen in den Vereinigten Staaten begangen hat oder nicht. Wir sind einfach nicht in der Lage das zu tun. Aber wir, als ein souveränes Land, kommen ohne ein solches Abkommen mit den Vereinigten Staaten nicht umhin, ihm die Gelegenheit zu bieten, hier zu leben. Also werde ich Ihnen jetzt direkt sagen, was ich immer angedeutet, aber niemals erzählte, angedeutet, aber nicht direkt erwähnte. Mr. Snowden ist zuerst in Hong Kong erschien, traf sich dort mit unseren diplomatischen Vertretern. Mir wurde vorgetragen, dass es einen Angestellter gibt’s, Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Ich fragte sie: Was will er? – Er kämpft für die Menschenrechte, für die Verbreitung von Informationen, Menschenrechtsverletzungen in diesem Bereich und mit Verstößen gegen die Gesetze in den Vereinigten Staaten und Verletzung des Völkerrechts . Und ich sage: Ja, und? Wenn er bei uns bleiben will , bitte, kann er  bleiben, aber in diesem Fall sollte jede Tätigkeit, die die russisch-amerikanischen Beziehungen zerstört, muss von ihm einstellt werden. Wir sind keine NGO’s, wir haben Staatsinteressen und wir wollen nicht, dass die russisch-amerikanische Beziehungen zerstört werden. Man hat ihm davon erzählt. Er sagte: Nein , ich bin ein Kämpfer für Menschenrechte und fordere Sie auf, mit mir zu kämpfen. Ich sagte: Nein, wir werden nicht mit Ihm kämpfen, er soll das selber tun. Und dann ging er weg, einfach weg, das ist alles.

Danach, sagt Putin, wurde seitens der USA alles so engagiert, dass der Snowden letztendlich in Moskau landen musste und dort dann auch festsaß. Die USA hatten durchaus die Möglichkeiten ihn zu schnappen, stattdessen musste Bolivianische Präsident die mehrstündige Erniedrigung öffentlich über sich ergehen lassen, indem man sein Flugzeug in Österreich zur Landung zwingte. „Und was sollten wir machen?“ fährt Putin fort. „Snowden ausliefern? Dann musste es auf einer gegenseitiger Basis geschehen indem man uns unsere Verbrecher herausgibt. Was ist das denn für eine Snobismus?“

John Danishevsky: Hat Edward Snowden Russland irgendwelche sensiblen Informationen angeboten?

Wladimir Putin (ab min. 47): Wir gehen davon aus wir sind ja auch professionälle Leute – dass alles, was er sagen konnte, ist unseren Kollegen aus der US-Geheimdiensten längst bekannt, sie haben all die möglichen Risiken für sich selbst in diesem Zusammenhang beseitigt, alles ersetzt, zerstört, verändert . Welches Nutzen haben wir denn von ihm ?

John Danishevsky: So könnte er doch, theoretisch, bis zum hohen Alter in Russland leben?

Wladimir Putin: Wissen Sie, manchmal habe ich über ihn nachgedacht, er ist schon ein seltsamer Kerl. Ein junger Mann, knapp über 30 Jahre alt. Was denkt er sich über das Ganze, kann ich mir nicht vorstellen. Wie wird er sein zukünftiges Leben aufbauen? Im Prinzip, verurteilte er sich zu einem ziemlich komplizierten Leben. Was er als Nächstes tun wird, kann ich mir nicht einmal ausmalen.

Kiril Kleimenow: Wladimir Wladimirowitsch, Sie wissen, dass wir alle von einem gewissen Grad des historischen Kontextes  abhängig. Es nähert sich der 100. Jahrestag des Ausbruches vom Ersten Weltkrieg, einem Krieg, der zum Zusammenbruch des Russischen Reiches führte . Damals in vielerlei Hinsicht war die Ursache für den Zusammenbruch die Illoyalität der eigenen Eliten gegenüber dem eigenem Staat. Solche Anspielungen kann man bis zum Jahr 1991 zurückverfolgen, als die Sowjetunion im Sterben lag. Wie denken Sie, sind die heutigen russischen Eliten loyal gegenüber dem eigenen Staat?

Wladimir Putin(ab min.01:15): Es ist nicht nur die Eliten, denn in der Gemeinschaft gibt es immer irgendwelche Bazillen, die  gesellschaftliches oder ein staatliches Organismus zu zerstören versuchen. Aber sie aktivieren sich nur dann, wenn das Immunsystem zu schwächen beginnt, wenn Probleme auftreten, wenn die Massen – Millionen von Menschen – zu leiden beginnen. Diese Millionen glauben, dass es bereits nicht mehr schlimmer sein kann, dann lasst uns doch etwas verändern, und zwar um jeden Preis, lasst uns alles wegfegen, genauso wie im Lied – „wir werden unsere, neue Welt aufbauen, wer ein Nichts war, der wird Alles.“ (eine Strophe aus der Oktober – Revolutionshymne, Anm.) In der Tat aber geschah es nicht so , wie man es ursprünglich wollte. Was die Loyalität oder Illoyalität der Eliten betrifft: Kann sein, dass da ein spezifisches Problem gibt’s. Puschkin, meine ich, war ein Mann, der Freiheit über Alles liebte, er war mit Dekabristen befreundet, und da wird sicherlich Niemand bezweifeln, aber auch sogar er hat einmal gesagt: „Wir haben eine Menge Leute, die als eine Opposition nicht gegenüber der Regierung sondern als eine gegenüber dem Russland stehen.“ Diese Tradition ist unter unseren Intellektuellen, leider, vorhanden . Aber das basiert aufgrund der Tatsache, dass man immer schon seine Zivilisiertheit, seine Bildung zu unterstreichen versuchte, man will sich immer an die besten Modelle orientieren. Nun, vielleicht ist es in einem gewissen Stadium der Entwicklung unvermeidlich. Aber zweifellos ist, dass dieser Verlust der eigenen Identität während des Zusammenbruchs des russischen Reiches und während des Zusammenbruchs der Sowjetunion, ruinös und destruktiv war. Es ist notwendig, das im Voraus zu verstehen um einen solchen Zustand des Staates wie am Ende des Zweiten Weltkrieges oder, zum Beispiel, in den letzten Jahren der Sowjetunion, als wir die Seife nur per Coupons erwerben konnten, nicht zuzulassen. Denken Sie an die Anekdote, wo eine Familie die andere besuchte und man sie dort fragte: Werden Sie Tee mit Zucker trinken? – Ja , mit Zucker. – Nun, dann werden Sie ihre Hände ohne Seife waschen müssen. Das sind zwar Witze, aber damals hatte man nie vorstellen können, dass es noch schlimmer kommen konnte. Wir müssen letztendlich verstehen, falls revolutionäre und nicht die evolutionäre Veränderungen beginnen, so könnte es nur schlimmer sein, und übrigens, um noch Vieles mehr. Ich glaube, dass dieses Verständnis sollte gerade die Intelligenz beherzigen. Und gerade die Intellektuellen sollten, der Tatsache bewusst, vor plötzlichen Bewegungen und Revolutionen der verschiedenen Typen und Arten zu warnen. Uns reicht es, wir haben schon so viele Revolutionen und Kriege überlebt, dass wir eine Jahrzehnte ruhige, rhythmische Entwicklung brauchen.

John Danishevsky: Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen gibt es einige Sicherheitsbedenken. Wir wissen, dass die  terroristischen Gruppen ihre Drohungen gegen die Sicherheit der Spiele zum Ausdruck gebracht haben. Welche zusätzlichen Maßnahmen müssen noch ergriffen werden? Wir alle erinnern uns noch an die Ereignisse in Boston.

Wladimir Putin: Die Terroristen bedrohen ständig Jemanden. Wenn wir Angst vor ihnen haben werden, bedeutet das dann, sie haben gewonnen. Aber das bedeutet nicht, dass wir diese Bedrohungen ignorieren sollen. Ich muss Ihnen mitteilen, dass wir die entsprechende Vereinbarung mit den amerikanischen Partnern und durch das FBI und anderen speziellen Dienstleistungen mit europäischen Partnern haben. All diese Menschen sind sich ihrer Verantwortung gegenüber den Athleten, Sport-Fans und gegenüber dem Publikum bewusst. Und ich hoffe, dass die Zusammenarbeit wirksam sein wird und eine vollständige und absolute Sicherheit für die Olympischen Spiele in Sotschi garantiert.

John Danishevsky: Nehmen wir an, dass der Kongress Präsident Obama über den Einsatz von Gewalt mit Krafteinwirkung gegen Syrien unterstützen wird. Was wird Russland in diesem Fall tun? Werden Sie sich auf der Seite von Syrien stellen, oder brechen Sie die Beziehung zu Syrienab? Was tun Sie dann?

Wladimir Putin(ab min. 19:00): Arbeiten Sie bei der Massenmedien oder arbeiten Sie bei der CIA? Sie stellen Fragen, welche die Kollegen aus anderen Abteilungen stellen müssen. Es sind Russlands Pläne im Falle einer möglichen Situationveränderung durch das erstes, das zweites oder das drittes Szenario. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen darüber, was und wie wir das machen würden im dem Fall, wenn sich die Lage verändert – mit der Gebrauch von Waffen oder ohne, wir wissen das, wir haben unsere eigene Pläne. Es wäre verfrüht darüber zu reden.

John Danishevsky: So wie ich es verstanden habe, akzeptieren Sie die Beweise (C-Waffen – Einsatz Proben, Anm. ) nicht, die heute (05.08.2013, Anm.) vorgestellt wurden. Also, was wird Sie überzeugen?

Wladimir Putin: Uns wird eine tiefe und sachliche Untersuchung des Falles überzeugen und das Vorhandensein von tatsächlichen Beweisen, die offensichtlich sind und die eindeutig beweisen würden, wer es benutzt hat und welche Werkzeuge dabei verwendet wurden. Danach werden wir bereit sein ganz entschieden und ernsthaft zu reagieren.

Kiril Kleimenow: Führt Russland jetzt weiterhin die Verträge über die Lieferung und Wartung der syrischen Technik aus?

Wladimir Putin: Ja, natürlich. Wir tun das, und natürlich gehen wir davon aus, dass wir mit der legitimen Regierung arbeiten und keine  Regeln des Internationaler Rechts und aller unseren Verpflichtungen verletzen. Es gibt keine vorgehängten Einschränkungen von den Vereinten Nationen über die Lieferung von Waffen an Syrien. Und wir sind sehr traurig, dass die Lieferung von Militanten vollständig durchgeführt wird und das seit dem ersten Moment des bewaffneten Konflikts, obwohl das Völkerrechtlich gegen Internationale Rechte  verstösst.

***Noch sagte Putin, dass in Amerika selbst gibt es Experten, die der Meinung sind, dass die Vorgelegte „Beweise“ seitens des  Geheimdienstes nicht überzeugend sind und schließen nicht aus, dass die OppositionRebellen die C-Waffen – Agriff selber geplannt und durchgeführt haben konnten um den Sponsoren die Möglichkeit des Angreifens auf Syrien zu ermöglichen ( im Video ab der min. 02:00 )

***Ab der min. 25 fragt ihn John Danishevsky über die angebliche Verhaftungen wärend der letzten Präsidentenwahlen. Putin ist überrascht und sagt allgemein, dass es heutzutage in Russland sehr schick ist zur eigener Verteidigung „Hilfe! Das ist eine politische Verhaftung!“ laut zu schreien, obwohl man sich tatsächlich etwas zu Schulden kommen ließ. Er fragte Danishevsky, woher dieser überhaupt solche Informationen hat? Danishevsky:“Na… ich dachte… man sagt, dass das State Department oft das Interesse daran hat seinen Konkurrenten zu schwächen um die Unruhen in Russland entstehen zu lassen. Putin gibt zu, dass man solche Gedanken schon durchaus gehabt und diese den amerikanischen Kollegen mitgeteilt hat.

PS. Das Originalinterview dauert fast 2 Stunden. Ich habe leider keine Möglichkeiten und nicht viel Zeit so ein großes Volumen an Information zu übersetzen und hoffe, dass Ihr Verständnis dafür habt  😉 🙂

Originalinterview in voller Länge:

Verlinkt von:  http://www.youtube.com (User: zews278)

Am sonsten noch dieses Video ansehen. Wer verstehen will, der wird es auch, denn die Bilder sagen immer mehr als es die Worte zun  (und Diplomatensprache ist eine schwierige Sprache und NWO ist nicht gleich die NWO  😉  🙂  )

Vierte syrische Division feiert einen der Siege.

Verlinkt von:  http://www.youtube.com (User: citrus08111987)

LG.RML.

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Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 5. September 2013 in Abhördienst, Abhörskandal, Amerika, Datenklau, Interessantes, Konflikt, Krieg, Medien, Medienmanipulation, Nahe Osten, NATO, Politik, Putin, Regierung, Russland, Snowden, Staat, Syrien, Terror, Terroristen, USA, Welt, Westen und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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