Der Militärexperte Michail Chodarenok verweist in seiner jüngsten Publikation darauf, dass die syrischen Truppen über keine fortgeschrittenen Mittel des funkelektronischen Kampfes verfügen, die die Überlegenheit im modernen Krieg bestimmen. „Die Regierungstruppen Syriens sind wesentlich schwächer als ihre US-amerikanischen Kollegen“, unterstreicht Chodarenok.

„Das betrifft die Aufklärungsmittel und aktive Mittel, die für Schläge gegen gegenüberstehende Gruppierungen der Streitkräfte der USA bestimmt sind. Selbstverständlich betrachten wir eine Situation, in der ein Militärkonflikt schon begann. Die Vereinigten Staaten werden Militärobjekten und administrativ-politischen Zentren Syriens straflos Schläge versetzen. Der syrischen Armee wird es nicht gelingen der totalen militärtechnischen Überlegenheit etwas entgegenzustellen.“

Der Experte meint, dass die amerikanischen Militärs den Handlungen der syrischen Armee immer zuvorkommen werden: die Informationen der Weltraumaufklärung und der Agentur haben hier die entscheidende Bedeutung. Mehr noch. Die Luftabwehrtruppen Syriens besitzen veraltete Ausrüstungen und stellen kein einheitliches System dar. Die syrischen Truppen verfügen auch über keine hochpräzisen Waffen, die den äußeren Objekten des Gegners, von denen die Operation geleitet wird, spürbare Schläge versetzen können. Die amerikanischen Militärs haben im Gegenteil mehr als genug Mittel der Kriegsführung.

Aber Syrien ist nach Ansicht des Leiters des Zentrums für die strategische Konjunktur, Iwan Konowalow, dennoch fähig, dem wahrscheinlichen Gegner Schaden zuzufügen. Obwohl sein Luftverteidigungssystem nicht neu ist, ist es nach der Zahl der Startrampen groß. Es ist fähig, Flugzeuge und Marschflugkörper abzuschießen. Aber das Wichtigste besteht darin, dass Syrien Verbündete und Freunde hat. Ihre Unterstützung kann für die USA, die auf ihre militaristischen Pläne nicht verzichten, große Probleme schaffen. Iwan Konowalow hat das Wort.

„Man muss sich an die fünfte Kolonne erinnern. An die Verbündeten Syriens. Syrien wird von Iran und der Bewegung „Hisbollah“ unterstützt. Iran übt in der schiitischen Diaspora, die in allen Monarchien des Persischen Golfes verbreitet ist, einen riesengroßen Einfluss aus. Schiiten bilden dort in vielen Fällen die Mehrheit, und die Amerikaner können Gegenschläge gerade aus dieser Richtung erwarten. Ja, die Syrier werden im Falle eines direkten Angriffs kaum widerstehen können. Wenn man aber die Methode nutzt, die „ein Krieg in Vollmacht“ heißt, dann können sie etwas tun.“

Iran und die Uno unterzeichneten am 15. September ein Abkommen über die humanitäre Hilfe für Damaskus. Übrigens erklärte man in Teheran früher, dass Iran bereit ist, Syrien im Falle von Kriegshandlungen gegen diesen Staat auch militärisch zu unterstützen. Damals handelte es sich freilich um Israel, einen der Hauptspieler in dieser Region. Für Israel, den Hauptverbündeten der USA, ist ein Schlag gegen Syrien unter diesen äußerst instabilen Bedingungen am wenigsten vorteilhaft. Die Aggression Amerikas wird sich ja in den Augen der Schiiten wohl oder übel auch auf ihn projizieren.

Also kann die vorläufig kaum bemerkbare Rolle des jüdischen Staates als politischer „Bändiger“ der Militärambitionen Washingtons gegenüber Syrien bemerkbarer sein, als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Die israelische Führung schätzte nicht von ungefähr die außenpolitischen Erfolge Moskaus hoch ein, die endlich Frieden auf den syrischen Boden bringen können.

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:mrgreen: :mrgreen:  Hatte zufällig ein passendes Bildchen

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LG.RML