Was nicht im Menschen ist, kommt auch nicht vom außen in ihn hinein. Wilhelm von Humboldt („Sentenzen“)

Er hat sie ungefähr eine Woche vor der großen Ankündigung jeden Tag besucht. Besser noch: Es waren sogar drei bis vier Male pro Tag an denen er in ihrer Nähe sein wollte.

Vorher war es nie der Fall. Aber nicht, dass er sie nicht besucht hätte, nein, das tat er, sobald es ihm, dem „Geschäftsmann“, sein scheinbar praller Kalender erlaubt hatte.

Diesmal allerdings war es ganz anderes und von einer besonderer Intensität gezeichnet, sodass die anderen Frauen, die es selbstverständlich mitbekamen, beinahe vor Neid blass wurden. Zu gerne hätten die Weiber das ähnliches Stückchen Glück erlebt, aber das war ihnen nicht gegönnt, sie mussten sich damit zufriedengeben, was sie nun mal hatten. Sie waren auch für weniger Besuche sehr dankbar.

Irgendwann gab der junger Mann seiner Angebeteten ein Okay-Zeichen, denn die Zeit war schließlich reif fürs Handeln. Sie musste nur noch den ersten Schritt wagen, alles Andere hat er, wie schon so oft, längst organisiert.

Sie brauchte sich darum keine große Sorgen machen, es wird schon alles gut gehen, und es hatte doch bis jetzt immer gut nach Plan verlaufen oder etwa nicht?

Besonders am Anfang, als noch keine einzige Menschenseele auf dem gesamten Planeten von den Beiden und ihren Gleichgesinnten eine Ahnung hatten. Damals war es so, als ob der isländische Eyjafjallajökull – Vulkan zum zweiten Mal ausbrechen und dann ganz Europa augenblicklich des Sonnenlichtes berauben würde.

Die hübsche junge Frau hattte ihm gegenüber auch diesmal keine Gegenargumente, klang er doch stets so überzeugend.

Sie hat zugestimmt, denn es entsprach nicht zuletzt auch ihren eigenen Plänen: Sie wollte unbedingt alle Frauen in diesem verdammten Gefängnis retten, ganz gleich, von was/wem auch immer.

******

So oder so ähnlich konnte die Geschichte mit grösster Wahrscheinlichkeit (dazu komme ich noch gleich)  abgelaufen sein zwischen der Super – Pussy Nadeschda Tolokonnikowa und ihrem Freund von hinten Pjotr Versilow (übrigens, ein Kanadischer Staatsangehöriger, wie auch Tolokonnikowa selbst).

Dann, am 23 September, war es endlich soweit. Zur Erinnerung:

https://russianmoscowladynews.com/2013/09/23/inhaftierte-pussy-riot-sangerin-tritt-in-hungerstreik/

Ich habe vor der Erstellung meines Artikels heute erst abwarten müssen (darum hat es gedauert), bis eine Exklusiv-Sendung ( RTR – Rossija1 ) von gestern archiviert wird, damit ich es als Beweis – Quelle verlinken kann.

Der Moderator der Sendung und sein Team haben das Gefängnis, wo sich zurzeit Tolokonnikowa befindet, besucht und mit ihr gesprochen.

Im Vorfeld: Ihr Lebensgefährte Versilow (er ist kein Russe!) koordinierte das Treffen mit ihr, wollte auch ein Team vom Glanzmagazin „Maxim“ mitnehmen um Tolokonnikowa (sie wusste davon nichts!) nackt im Gefängnis für die neue Zeitschriftausgabe zu fotografieren. Also, verdient der Kerl mit ihr ein bisserl  „Taschengeld“.

Versilow (2 v.r.), (super)Navalny mit anderen„Patrioten“

des Landes und einem vermummten Goblin zu Füßen:

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In der Sendung nahmen Menschenrechtler, zwei Gefängnis – Mitarbeiter u.a. Teil. Einen von der beiden – den jungeren- beschuldigte Tolokonnikowa der Morddrohung ihrer Person, die angeblich von seiner Seite ausging.

In der Sendung stellte sich allerdings heraus (man hat das Gespräch aufgenommen), dass der Lebensgefährte und die Anwältin von Tolokonnikowa ihn erpresst haben und von ihm verlangten, dass sie dort lieber die besondere Aufenthaltsbedingungen bekommen soll, sonst würde er sämtliche Ärger bekommen (die angebliche Morddrohung gehörte, wie sich herausstellte, auch dazu).

Für die Beiden – Versilow und die Anwältin – wird es ein Nachspiel haben u.a. wegen Erpressung und versuchter Nötigung, bin mir ziemlich sicher.

Außerdem saßen in der Sendung zwei Frauen, die vor Kurzem aus dem Gefängnis frei kamen, und die auch erzählt haben, wie es dort tatsächlich war. Zwar kein Hotel, klar, aber im Beschwerdebrief zum größten Teil absolut falsch dargestellt. Die, die mit längerem Haar, hat erzählt, dass Tolokonnikowa ihr von vorne an angeboten hatte einen Aufstand im Gefängnis zu organisieren, woraufhin die Frau sie gebeten habe in Ruhe gelassen zu werden, da sie es sich nicht vermasseln und in einem Jahr nach Hause gehen wollte. Der Wunsch Tolokonnikowas alle Frauen dort im Gefängnis zu befreien – von was auch immer – bekam keinen Einklang. Man habe Tolokonnikowa deshalb wie eine, die nicht alle Tassen im Schrank hatte, sozusagen,  betrachtet und sie nicht weiter beachtet, sagten die Frauen. 

Innerhalb der Sendung und wärend der Untersuchungen des Vorfalles kamen die Beteiligten vom Gefühl nicht los, dass das Beschwerdebrief nicht von Tolokonnikowa selber, sondern von jemand Anderem geschrieben sein musste, da viele Unstimmigkeiten zwischen Tolokonnikowas persönlichen Aussagen und dem Inhalt des Briefes zu Tage kommen.

Ich wusste schon im Vorfeld, wohin man mit diesem ganzen Spektakel hinaus will. Das hat dann die Tage die französiche Zeitung Le Monde bestätigt, indem sie in einer ihren Ausgaben verkündete: „UdSSR ist längst verschwunden, aber der GULAG existiert weiter.“ Na, da hab’n wa es! Man kann es einfach nicht ohne, irgendeine Keule muss ja unbedingt raus (aber wem erzähle ich das schon  😉  )

Heute, am 1 Oktober punkto 11 Uhr hat Tolokonnikowa ofiziell mit ihrem Hungerwahn aufgehört.

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Originalsendung:   http://russia.tv/video/show/brand_id/5169/video_id/646915

Übrigens, so bringen deren Freunde aus dem Porno-Demo im Museum ihrem Kind TATkräftig bei, was das Wort „Svoboda“ (z.dt. Freiheit) bedeutet ( diese Schweine!):

Hier nehmen sie ihr Kind zu ihren nächtlichen kriminellen Aktionen mit:

Beide Videos verlinkt von:  http://www.youtube.com

LG.RML.

petr

Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2013 in Aggression, Demos, Gesetzverletzung, Gewalt, Interessantes, Kinder, Konflikt, Kriminalität, Medien, Medienmanipulation, Politik, Provokation, Russland, Skandal und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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