Kein Russland-Visum für amerikanischen Journalisten: USA äußern Enttäuschung

Die USA sind laut US-Außenamtssprecherin Marie Harf enttäuscht darüber, dass die russischen Behörden den US-Journalisten David Satter nicht auf dem Territorium des Landes sehen wollen.

„Wir sind darüber enttäuscht, dass die russischen Behörden dem Berater von Radio Liberty/Free Europe, David Satter, die Einreise verweigert haben.
Die US-Botschaft in Moskau sprach den russischen Behörden ihre Beunruhigung über diesen Fall und über den Umgang mit Journalisten und Medienorganisationen im Ganzen aus“, so Harf.

Die USA würden für die Sicherung freier Debatten in der Gesellschaft und gegen jegliche Einschränkung der Arbeit der Medien auftreten, betonte die Sprecherin.

„Wir werden diesen Fall weiter verfolgen“, hieß es.

Weiterlesen:

http://german.ruvr.ru/news/2014_01_15/Kein-Russland-Visum-fur-amerikanischen-Journalisten-USA-au-ern-Enttauschung-0895/

******

PS.  Frage: Wie soll man mit Leuten umgehen, die in ein fremdes Land kommen und dabei meinen den benötigten Respekt gegenüber den Gesetzten dieses Landes nicht unbedingt folgen zu müssen?

Nichts anderes ist es auch in diesem Vorfall mit David Satter. Er hat sämtliche Termine für die Pflichtmeldung bei der zuständigen Behörde schlichtweg versäumt (dies wäre die Verwaltung des Föderalen Einwanderungsbehörde), weil er das scheinbar für nicht so wichtig hielt. Er versuchte sogar alles auf die Bürokratie der Behörden abzuwälzen, woraufhin er deshalb nicht rechtzeitig bei der Einwanderungsbehörde vorstellig werden konnte.

Alles Quatsch, wie es sich herausstellte! Das entsprechendes Papierstück, wo man ihm unverzüglich darüber schriftlich(!) in Kentniss gesetzt hatte und was er nun genau nach seiner Anreise nach Russland ab dem 21.11.2013 tun sollte, belegt das:

http://ria.ru/world/20140115/989326808.html

Aber Marie Harf muss sich natürlich auch diesmal dazu melden, wie denn sonst.

Selbstverständlich sind solche Ereignisse ein gefundenes Fressen für die Presse, wo dann Tag ein, Tag aus darüber schwadroniert wird, was für ein grausames Regime doch in Russland herrscht, wo kein einziger Journalist unseres gesamten Planeten etwas frei zu melden darf und kann. Wenn ich dort in russischen zahlreichen Medien allerdings lese, worüber und über wen und vor allem wie so alles berichtet wird… Kurz rum: Bei einer Zensur sähe es ganz anderes aus – Friede, Freude, Eierkuchen nähmlich.

Wenn es aber Irgendetwas dreist behauptet wird ohne feste Beweise vorzulegen und fast nur auf Hörensagen basiert ist, was für Destabilisation des Landes, Verleumdung einer Person, weil sie jemandem gerade nicht passt, oder gar zur ethnischen Konflikten führen kann, dann müssen solche „Journalisten“, für die leider in letzter Zeit Ethik und Moral Fremdwörter geworden sind, in ihre Schranken eingewiesen werden. Das ist aber meine eigene Meinung und so ein Nebenbeigedanke dazu.

Hier wird zu diesem Vorfall auch berichtet. Der dort erwähnte Guardian Journalist ist dem Satter allerdings um die ganze Nasenlänge voraus – er hat damals das zu dem Zeitpunkt gültigen Einwanderungs-und Migrationsgesetz mehrfach gebrochen, bis man ihn aus dem Land rausschmieß. Zudem besuchte er damals oft unerlaubt Orte, für die er zuerst eine Erlaubnis besorgen sollte (das hat damals der Außenminister Sergej Lawrow erzählt). Es gilt für alle Ausländer und nicht, weil man ein Journalist oder sonst wer ist. Diese Details werden in dem Artikel natürlich mit keinem Wort erwähnt…

Die Erklärung des russischen Außenministeriums zu dem David Satter Vorfall (benutzen Sie bitte für die Übersetzung dieses Programm, habe bis jetzt (noch?) gute Erfahrungen damit gemacht, war gute nicht manipulative Hilfestellung).

http://www.mid.ru/brp_4.nsf/newsline/668E208B52A658DC44257C600038B5B5

In der Zeit ist David Satter nicht mehr zu stoppen und schrieb heute in The Wall Street Journal u.a.:

„Der Versuch Putins, Russland als eine moralische Alternative, die auf Orthodoxie und Homophobie gegründet ist, gegenüber dem Westen zu betrachten, wird kaum gelingen.“ (Woher nimmt er, das er das überhaupt versucht?)

Die Russen sollen den Zugang zu den wahren Informationen haben, welche, in Anbetracht der Zensur in den  russischen Massenmedien, nur die ausländischen Quellen besser als russische gewährleisten können. Gerade deshalb ist die Vertreibung des USA Korrespondenten ein schlechtes Zeichen. Es ist ein Versuch den Sauerstoff für die Hoffnung auf das freie Leben zuzudrehen und ist eine Handlung gegen die Zukunft der Russen.

Die Russen werden bestimmt sehr „berührt“ sein für so viel Anteilnahme an ihrem Schicksal. Die 90ger lassen grüssen – die „guten Onkels“, die sich um Russen viele Sorgen gemacht haben, durften sich damals nach Lust und Laune austoben, was man immer noch dort deutlich zu spüren bekommt.

Sehr passend dazu, wie bestellt quasi   😉

http://german.ruvr.ru/2014_01_15/Reporter-ohne-Grenzen-nutzen-Sotschi-fur-Vorwurfe-gegen-Russland-0838/

PS. Wegen Timoschenko Artikels werde ich heute besonders gerne wiedermal englischsprachig verspamt (passiert ständig, wenn ich mich hier mit einigen bestimmten Themen beschäftige, passiert nur ausschließlich auf Englisch). Die versuchen es immer wieder, wer auch immer sich dahinter versteckt. Fazit bis jetzt ( 22:00  Uhr), seit ich mit meinem Blog im August angefangen habe – 592 Spamkommentare.

Vor fünf Minuten dieses hier (die alle landen automatisch ins Spamkorb, egal, ob sie auch nur ein paar Zeile schreiben; im Kommentartexten sind keine verlinkte Seiten enthalten, deren Adresse selber ist Spam oder gar Virus)

Jordan Heels Cheap
nikeheelscheap.tvblog.com/post/227828/the_actual_… x
mulweguwep@gmail.com
216.244.86.26

Nachtrag: habe gerade über diese IP Adresse ein Link gefunden

http://stopforumspam.com/ipcheck/216.244.86.26

LG.RML

Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 15. Januar 2014 in Amerika, Bevölkerung, Gesetzverletzung, Informationskrieg, Konflikt, Medien, Medienmanipulation, Menschen, Politik, Putin, Russland, Skandal, Staat, USA, Welt, Westen und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 10 Kommentare.

  1. Ach Svetlana – nimms leicht. Ich habe es auch kennengelernt, daß jeder Kriminelle in der DDR plötzlich durch den „Freien Westen“ zum Widerstandskämpfer gemacht wurde.
    Denn Kriminelle regieren die Welt im Westen.

    Den Osten kennen sie nicht. Im Gegensatz zu uns. LG

    • Es wird einem leider immer klarer 😦 Einfach grausam, in welcher Welt wir leben…

      LG.

      • Ich habe bei meinen russischen Freunden gelernt, daß das Lachen wichtiger ist, als das Weinen. Und diese Einstellung kommt aus der unermeßlichen Weite Rußlands – und aus seiner Geschichte.

        • Stimmt schon, ist so. Nur manchmal fühlt man sich ohnmächtig.

          Hab heut frei gehabt und endlich mal fast alle abtelefoniert 🙂 U.a. habe ich mit der Mutter meiner Schwägerin gesprochen (sie leben auch in Moskau, meine Schwägerin – die Ehefrau des Bruders meines Mannes – kommt auch von dort, ist gerade bei ihren Eltern, weil Papa krank ist). Die Mutti meiner Schwägerin war am Telefon so aufgebracht und hat sogar geweint und gefragt: „Sweta, sag mir mal, warum hassen uns alle so im Westen?“ Weißt Du, wenn man die Menschen so emotional reden und dabei weinen hört, dann muß man das erst verarbeiten.

  2. Das stimmt. Aber genau das habe ich auch erlebt – obwohl ich nicht im Osten lebe. Aber ich bin ja trotzdem Ossi.

    — Sie hassen uns, weil sie uns fürchten. —

    Aber sag der Mama deiner Schwägerin, daß es noch einige Deutsche gibt, die eher den Westen hassen. Aber niemals die Russen. Denn ich kenne die Probleme.
    Ich weiß, was sie meint. LG

    (Das berührt mich ungemein; Kopf hoch und denk an Euren Stolz – der Rußland immer weiterleben läßt.)

  3. Ein Besorgter

    Finde es gut ,dass es Länder gibt,die Leuten wie Herrn Satter Paroli und Ihnen Ihre Grenzen zeigen!
    @Ossiblock,ja es gibt noch einige Deutsche die so denken,aber wohl nur in unserer Generation.
    Wir sind in der DDR groß geworden ,die Generation nach uns denkt anders,wie ich oft erleben musste- leider.
    Hier im Westen erstaunt es mich immer wieder wie uninteressiert die Menschen an politischen Problemen sind,ihnen ist wichtiger,das Schalke gewinnt.
    Ob EU Diktatur ,oder US Weltmachtstreben- ich hab nur wenig Hoffnung ,das sich was zum Guten ändert.
    LG aus Bottrop

  4. Muss dir recht geben! Bin genau deiner Meinung

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