Familienkino am Sonntag. Heute – Waterloo

Film von Sergej Bondartschuk (1970)

Es war keine Schlacht wie jede andere, die am 18. Juni 1815 nahe des belgischen Dorfes Waterloo stattfand. Je 70.000 Mann standen sich gegenüber, als Sir Arthur Wellesley, Duke of Wellington und Gebhard Leberecht von Blücher gemeinsam gegen Napoleon I. zogen, um Europa von dessen 18-jähriger Herrschaft zu befreien. Eine gigantische Schlacht tobte an jenem Tag, an deren Ende nicht nur unzählige Gefallene die Felder säumten, sondern auch die entscheidende Niederlage des ruhmreichen Feldherrn Napoleon I. Stand.

Der russische Regisseur und Schauspieler Sergeij Bondartschuk hat sich 1969 den historischen Stoff vorgenommen, um der monumentalen Schlacht ein filmisches Denkmal zu setzen. Mit großem finanziellen und technischen Aufwand sowie einer immensen Schar an Komparsen gelang es Bondartschuk, ein realistisches Kriegsszenario auf die Leinwand zu bannen. Vor allem aber durch die schauspielerische Leistung des Starensembles mit Rod Steiger als Napoleon, Orson Welles als Louis XVIII. und Christopher Plummer als Sir Arthur Wellesley, Duke of Wellington ist Waterloo ein cineastisches Meisterwerk geworden.

Bondartschuk unterstrich mit diesem Film seinen Ruf als Spezialisten für Monumentalverfilmungen, den er sich mit der vierteiligen Verfilmung von Tolstois Krieg und Frieden zwei Jahre zuvor erworben hatte. Die langjährige Zusammenarbeit mit Militärberatern bei diesem Projekt schlägt sich auch in der effektvollen Inszenierung der Massenszenen und den präzisen und faszinierenden Schlachtengemälden in Waterloo nieder, die bis heute nichts an Kraft und Eindringlichkeit eingebüßt haben.

Verlinkt von: http://www.youtube.com

LG. und einen schönen Sonntag! RML

Über Russian Moscow Lady

So "kuschelig" bin ich nun auch wieder nicht ;) :) Wer aber meine russische Seele berührt, der wird einen treuen Freund gewinnen. Für immer.

Veröffentlicht am 16. März 2014 in Familienkino und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Vielen Dank für den Film „Waterloo“. Nach 103 Minuten wird, herausgerufen von einem Soldaten, mit den einzigen Worten geistiger Gesundheit die einzig wichtige Frage gestellt:

    „Wir sind uns noch noch nie im Leben begegnet, also warum schießen wir dann aufeinander, warum töten wir einander“?! Warum nur töten wir uns gegenseitig?!“

    „Waterloo“ beschreibt eindringlich, wie Menschen die sonst befreundet sein könnten, von offenbar schwerst narzisstisch gestörten Persönlichkeiten, herumgeschoben wie Bauern auf dem Schachbrett, gegeneinander getrieben werden, doch eröffnet der Film auch Einblicke in besondere Möglichkeiten, die sich schon vor Beginn eines Krieges bieten, sie alle auf einmal zu kriegen: einfach die Waffen umdrehen, alles festnehmen was am Krieg verdient, Fremde zu Feindbildern verzerrt, Hetze betreibt, den eigenen Selbsthass auf andere projiziert, den Massenmord plant und schönfärberisch umbenennt, Befehle oder Geld gibt, Geld nimmt und ab damit auf eine unbewohnte, sehr abgelegene Insel ohne Strom oder Material zum Bau eines Wasserfahrzeuges, mit vielen Haien im Wasser und um alles herum eine 100 Seemeilen Sperrzone – zur Therapie mit anschließender Sicherungsverwahrung.

    How I Won the, 1967 mit John Lennon

    • 🙂 Genau so ist das, Clearly, bin voll Deiner Meinung! LG

    • viele Menschen

      Das passt auch gut zur Ukraine, wie ein Volk gespalten und gar gegen Dritte aufgehetzt werden.


      Sondergesandter der Vereinten Nationen Lakhdar Brahimi:
      „… Die EU hat wirtschaftliche Sanktionen gegen Syrien [Ukraine, Russland, Iran u.s.w., z.T. in Arbeit ] verhängt, und Herr Brahimi hat in Genf erklärt, er habe die EU mehrfach gebeten, diese aufzuheben. Können Sie diesbezüglich eine Veränderung feststellen?

      Nein, und um es ganz klar zu sagen: Diese unmenschlichen Sanktionen widersprechen dem Völkerrecht und der UN-Charta. Und sie richten sich gegen die Menschen, die die europäischen Staaten angeblich beschützen wollen. …“
      http://www.jungewelt.de/2014/03-13/047.php

  2. Nirgends wird so viel gelogen wie in diesen abgeblich geschichtstreuen Kriegsstreifen, die vor Kriegsverherrlichung nur so trotzen und stets ein Schlachtfeld zeigen in dem es nur Tote und keine Verwundeten gibt (und wenn dann nur als Randfigur). Daher erinnere ich hier mal daran http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung
    und an der Tatsache, dass damals noch keine Verwundetenversorgung auf Schlachtfeldern gab und keine Gnade der Besiegten eher so wie eine Todesgnade war. Dass der Regisseur dieses Streifens ein Bewunderer von Wellingtons ist, kann nicht übersehen werden. Insbesondere der Schluss, als die französischen Soldaten ein Kapitulationsangebot bekamen, kann wohl eher ins Märchenbuch geschrieben werden. Da klang Blüchers „Keine Gnade“ realisitischer.

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