Archiv für den Tag 25. Juli 2014

Ein Déjà-vu ? Fast….

Ich habe etwas abgewartet, „gezwungenermassen“. Daraus sind 4 Tage geworden, jetzt wird es aber langsam Zeit. Warum „gezwungenermassen“ ? Ich wollte die eventuelle Reaktionen abwarten…. die gab es aber seltsamerweise kaum!

Dabei geschah Etwas, was nicht nur ich schon ein Mal vor noch nicht so langen Zeit gesehen habe.

21. Juli 2014, eine kleine ukrainische Stadt Dserschinsk, Donezker Region.

Die „Befreiungsarmee“ kommt, keiner ist zu sehen, der die „Befreier“ mit Freude empfängt. Egal, man macht nebenbei einen auf den Macker und tut die Strassen der Stadt bisserl schöner:

Und hier dachte ich, ich sehe nicht richtig! Genau so wie „Odessa -2“ ?

Die gleiche Stadt Dserschinsk, der gleiche Tag, nur etwas später. Der Feuerwehr, laut der Aussage des Mannes, der das Ganze aus seiner Wohnung filmte, war ziemlich spät zur Stelle vor dem Gebäude des Dserschinskis Stadthauses und auch sonst schien sich nicht besonders zu beeilen….genau wie damals, am 2 Mai in Odessa, als viele Menschen, die gegen Kiewer Regime protestiert haben, im Gewerkschaftshaus brutal massakiert und verbrannt wurden!

Danach. Das abgebrannte Stadthaus. Beobachtet im Video ziemlich am Ende ganz genau die Bilder! Das erste Foto war für mich besonders interessant (nicht, dass die anderen uninteressant wären…)

Da führt ein ukrainischer Soldat einen (jungen?) Mann ab, der eine Tasche auf dem Kopf aufgesetzt bekam (nebenbei: ist etwa hinter dem Soldaten (links im Bild) ein Söldner zu sehen? Ich denke, ja, der will auch nicht erkannt werden und so…). Man will den Eindrück vermitteln, man hätte einen „Separatisten“ festgenommen, mit denen hat man ja an dem Tag schließlich gekämpft. Aber wer’s glaubt…

Denn, man ist doch immer stolz, wenn man einen gefasst hat, ob Journalisten oder eben „Separatisten“/“Terroristen“, und lässt sich neben diesen unbedingt fotografieren bzw. filmen. Erst später in der Regel bekommen die Gefangenen ein Sack oder eineTüte auf den Kopf aufgesetzt, oder wie hier (mal was Neues) eine Tasche. Das war bis jetzt immer so, nun ist es diesmal ganz anders gewesen. Die ofizielle Pressefotos des ATO-Pressezenters belegen das, andere Fotos gibt es nicht (zumindest konnte ich nicht entdecken). Der Abgeführter ist tätoviert, höchstwahrscheinlich im Gefängniss gesessen – nicht selten schickt man solche mitten ins Gefecht, sehr viele sind mehrfach tätoviert. Bei so vielen Verlusten an der Front braucht man jetzt Jedermann.

Wären drinnen die Selbstverteidiger verbrannt, würde man es an den Reaktionen im russischsprachigen Raum merken. Hätten die Selbstverteidiger eine Rache-Aktion wegen Odessa-Massaker verübt, hätte die „internationale Gemeinschaft“ dabei einfach nur ausgeflippt und bestimmt gesagt, was für Unmenschen doch die „Terroristen“ sind, die verbrennen die armen ukrainischen Soldaten!

Eben, die armen halbhungrigen zum Kampf gezwungenen und immer öfter rebellierenden Soldaten….und ich hätte gerne mehr über diesen Vorfall gewusst, was dort tatsächlich geschah….

LG.RML

Ukraine – dein Schicksal. Nachrichten und Meinungen. Teil 125

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21:52 Uhr

Die Deutsche Margarita Seidler zum Boeing 777 Absturz. Kommentar aus Donezk.

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21:24 Uhr

In der Nähe von Slawjansk ist heute die Vorbereitung auf die Gewinnung von Schiefergas begonnen. Darüber teilen die Ortsbewohner mit. Es wird bemerkt, dass „die ukrainischen Militärs den Bezirk der voraussichtlichen Schiefergas-Gewinnung in den Ring nehmen“.

Laut den Ortsbewohnern, „beschäftigen sich in Zivil gekleidete Menschen unter dem Schutz der ukrainischen Militärs mit der Vorbereitung auf die Installation der Bohrtürme. Die Ausrüstung wird hingebracht,“ teilt die ITAR-TASS mit Verweis auf die „Noworossija“ Agentur mit.

Jetzt will man das Land und seine fruchtbare Erde endgültig aussaugen, da spielen scheinbar die ausgelöschten Menschenleben keine Rolle….einfach unfassbar!

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16:12 Uhr

Das Werk der Kiewer Faschisten-Junta & gleichgesinnten Unterstützern, wieder Mal….

Ein blutiger Genozid an Ostukrainern am 19. Juli 2014 in Lugansk mittels 5. „Uragan“-Systeme. (werden am Ende des Videos gezeigt). Die Menschen verfluchen Poroschenko! (Achtung! Nichts für schwache Nerven!!! +18.)

Bitte das Videomaterial sichern und weiterverbreiten, ganz wichtig!

Zumindest wärend des OSCE Besuches hatten die armen Menschen etwas Ruhe von dieser Mörderbande. Eine Frau schenkte dem OSCE-Mann einen Plüschhasen, mit dem Blut eines Kindes beschmiert, und bat ihn diesen dem Poroschenko zu schenken:

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12:44 Uhr

24. Juli, Tscherniwzi Region (Oblast), Südwesten der Ukraine. Es brodelt gewaltig in immer mehr Regionen des Landes! Die Familien der Männer, die in die sogenannte Armee zwangsrekrutiert werden müssen, ja, das gesamtes Dorf ist dagegen aufgestanden! Die Frauen sagen ganz klar: Wir wollen Frieden und kein Krieg! Wir haben unsere Kinder nicht fürs Kämpfe zur Welt gebracht! Eine Frau sagt, dass sie sich auf die Strasse legen werden und dass es nur über ihre Leichen geschehen kann.

„Sollen doch diejenigen kämpfen gehen, die auf Majdan rumgesprungen hatten, uns aber soll man in Ruhe lassen!“ so die Frauen.

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03:48 Uhr

Immer mehr wird in den ukrainischen Medien Beiträge gezeigt, wo die Soldaten sich mit ihren Familienangehörigen telefonisch live aus dem ATO-Raum im Osten der Ukraine in Verbindung setzen. Die Lage in der ukrainischen Armee ist einfach extrem desaströs: kein Essen, keine Hygiene, keine vernünftige medizinische Versorgung (wenn überhaupt) – das ist jetzt seit dem Beginn der „Antiterror Operation“ (ATO) kein Geheimnis mehr.

Immer mehr Mütter, Ehefrauen und andere Familienangehörigen verstehen, dass ihre Kinder, Ehemänner, Brüder der sogenannten Regierung nicht Wehrt sind und nur als Kanonenfutter dienen. Das wissen die ukrainischen Soldaten und das sagen sie jetzt auch, dass der Staat sie im Stich gelassen hat.

Hier ein abgesichertes Video solch eines Anrufes. Die Frauen befinden sich in einem Gebäude, wo die Militärs rumsitzen, und haben scheinbar einen davon danebenstehen, damit er das Gespräch auch mitbekommt. Denn ab der Minute 01:50 sagt eine Frau zu ihm: „Warum grinsen Sie jetzt?“. Der Mann verneint es, aber die Frau bleibt dabei. Ab der Min. 02:10 sagt die dunkelhaarige junge Frau, dass der Mann einen höheren Vorsitzenden zu ihnen rufen soll, damit man mit irgendjemand darüber sprechen konnte.

Genau so ist es: man lässt die Generation der jungen Ukrainern einfach sterben, es sind schon Tausende davon. Die Kinderchen der ukrainischen Elite dürfen dagegen ihr Leben weiter voll genießen. Das wollen die Frauen nicht mehr hinnehmen, darum sind die Proteste zu einem fast täglichen Ereignis geworden.

LG. RML

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