Archiv der Kategorie: Pharmaindustrie

Geheime westliche Medikamententest an DDR-Bürgern: Universitätsklinik Jena legt Bericht zu Medikamenten-Studien vor

„Wurden an ehemaligen DDR-Bürgern geheime Tests mit Medikamenten durchgeführt? Diese Frage stellten sich Forscher der Universitätsklinik Jena (UKJ) im Rahmen eines Pilotprojekts und kamen zu dem Ergebnis, dass am Klinikstandort Jena durchaus „Patientinnen und Patienten an Studien westlicher Pharmafirmen beteiligt waren“, so die Mitteilung des UKJ.

DDR-Bürger als „Versuchskaninchen“?

Waren ehemalige DDR-Bürger Versuchsobjekte westlicher Pharmaunternehmen? Eine Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Arzneimittelstudien westlicher Pharmafirmen in der damaligen DDR beschäftigt und nun ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Forscher hatten sich dabei in erster Linie mit drei Arzneimittelstudien, die während der 1980er Jahre in Jena durchgeführt wurden, beschäftigt: Eine Studie mit dem Wirkstoff „Mifepriston“ zum Schwangerschaftsabbruch, eine Studie mit dem Antidepressivum „Levoprotilin“ und eine Studie mit dem Wachstumshormon „Somatotropin“ zum Einsatz bei Kindern und Jugendlichen mit Wachstumsstörungen, so die Mitteilung des Universitätsklinikums Jena.“

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/westliche-medikamententest-an-ddr-buergern-9018332.php

PS. Für manche sind auch die dicksten Mauern kein wirkliches Hindernis.

LG.RML

HP-Versuchskaninchen-300x300

Der Wahnsinn hat Methode.

8da1c0bed17b346f2dc821f5d5ad64fc.0

Florida ist nun der erste US- Staat, in dem ein neues tödliches Medikament, das als Injektion zum Tode verurteilten Verbrechern verabreicht wird, getestet wurde. Allerdings hat die Substanz nicht so geklappt, wie es  geplant war. Nach der Verabreichung der Spritze quälte sich der zum Tode Verurteilter weitere 15 Minuten in einer Agonie.

Es war geplant, dass das neue Medikament ein anderes, das man vorher benutzte, ersetzen wird. Wie Reuters berichtet, besteht es aus drei Komponenten. Einer von ihnen – Midazolam – sollte zum Verlust des Bewusstseins führen, der zweiter führt zur Lähmung und der dritte – zum Herzversagen. Es wird angenommen, dass die Ausführung mit dem neuen Medikament humaner wäre.   😯

Allerdings kam der Tod des 51 -jährigen Sträflings William Happ nicht unmittelbar nach der Injektion. Er blieb lange beim Bewußtsein und sein Körper schüttelte sich für eine Weile in starken Krämpfen. Das alles dauerte viel länger als im Fall der Häftlinge, die vorher mit der Verwendung von Pentobarbital hingerichtet wurden .

William Happ wurde wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 21 -jährigen jungen Frau im Jahr 1986 zum Tode verurteilt. Er hinterließ vor der Hinrichtung einen Abschiedsbrief, in dem er das Verbrechen gestanden hat und bat um Vergebung bei diejenigen, die an seine Unschuld geglaubt hatten. Es ist   erwähnenswert, dass innerhalb von 20 Jahren der Mann seine Schuld nicht anerkannt hatte….

1286527600.049901_11

Wegen der Verknappung und Verteuerung von Wirkstoffen, die man schon seit Langem verwendet hatte, suchen die amerikanischen Strafvollzugseinrichtungen nach neuen Wirkstoffen für die Hinrichtung von Verbrechern. In Florida wurde man gezwungen nach neuen Mitteln zu suchen, nachdem der Hersteller der alten – das dänische Pharmaunternehmen Lundbeck – die Schritte unternommen hatte, um die Vereinigten Staaten die Verwendung ihrer Produkte bei Hinrichtungen zu verbieten.

Menschenrechtler haben die Verwendung der neuen „Giftspritze“ scharf verurteilt und halten es für „Experimente an Menschen“, schrieb First Coast News (siehe Link unten). Doch im Department of Corrections des Bundesstaates Florida behauptet man weiterhin, dass eine Injektion mit Midazolam eine humane Methode der Hinrichtung sei. „Dieser Prozess ist die würdigste Methode der Hinrichtung, und das Medikament wurde gewählt, weil es nicht zu Schmerzen und Leiden des Verurteilten führt,“ sagte die Vertreterin der Einrichtung Misty Cash. In dem Gefängnis, in dem der Verurteilter William Happ hingerichtet wurde, hält man das Resultat der Ausführung für erfolgreich.

http://www.firstcoastnews.com/news/local/story.aspx?storyid=331881

http://de.wikipedia.org/wiki/Midazolam

http://de.wikipedia.org/wiki/Pentobarbital

PS. Wie ich schon sagte: Der Wahnsinn hat Methode. Wer suchet, der findet… Dänemark hat es verstanden.

220e63609c4ca80e0bdfb78b683ce59a_L

Contergan in Spanien – Verdacht auf Vertuschung

Noch Jahre nach dem Contergan-Skandal in Deutschland wurde der Wirkstoff in Spanien eingenommen. Hat das Pharmaunternehmen die Spanier nicht über die Gefahr von Fehlbildungen im Mutterleib infomiert? Betroffene wollen nun vor Gericht Gewissheit.

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/contergan-in-spanien-verdacht-auf-vertuschung-1.1794181

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/contergan-in-spanien-verdacht-auf-vertuschung-1.1794181-2

„Weil ihre Mutter während der Schwangerschaft ein Schlafmittel mit Contergan nahm, kam eine Australierin ohne Arme und Beine auf die Welt. 50 Jahre später bekommt sie von der Vertriebsfirma Geld als Wiedergutmachung. Ein Musterfall – aber nicht für Deutschland.

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/rechtsstreit-in-australien-contergan-opfer-einigt-sich-mit-vertriebsfirma-1.1416366

Verlinkt von: http://www.youtube.com

PS. Interessante Ärzte und Chemiker arbeiteten bei Grünenthal GmbH, die das Medikament erfunden haben, sehr  erstaunlich…  Dass man in Deutschland beim Rechtsstreit stets zu kurz kommt (woran liegt’s denn, hab mich immer gefragt??) ist nun mal kein Geheimnis. Bin gespannt, ob die Spaniern ihr verdientes Recht bekommen werden.

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: